News

30 Jahre UWG Belm: Gemeinsam für Belm – gestern, heute und morgen

Unabhängige Wählergemeinschaft Belm e.V. feiert 30-jähriges Bestehen mit Gästen, Wegbegleitern und einem Blick zurück auf drei Jahrzehnte Kommunalpolitik
10. August 2026

 

   

Fotos: Anabell Hömer

Belm. 30 Jahre Unabhängige Wählergemeinschaft Belm e.V. – dieses Jubiläum wurde am Samstag, 8. August 2026, gebührend gefeiert. Rund 50 Gäste waren der Einladung gefolgt, um gemeinsam auf die Geschichte der UWG zurückzublicken, Erinnerungen auszutauschen und auf die Zukunft anzustoßen.

Unter den Gästen waren zahlreiche politische Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter aus dem Belmer Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung, Vertreterinnen und Vertreter der Kirchengemeinden sowie Engagierte aus Vereinen und der Jugendarbeit. Auch die stellvertretende Vorsitzende des UWG-Kreisverbandes Osnabrück-Land, Susanne Breiwe, war nach Belm gekommen und gratulierte der UWG herzlich zum 30-jährigen Bestehen.

Besonders erfreulich war, dass auch zahlreiche Kinder und Enkelkinder der Mitglieder und Gäste dabei waren. Damit wurde das Jubiläum zu einem Treffen mehrerer Generationen: von Menschen, die die UWG vor 30 Jahren gegründet und aufgebaut haben, von denjenigen, die heute Verantwortung tragen, und von der nächsten Generation, die vielleicht eines Tages selbst die Zukunft unserer Gemeinde mitgestalten wird.

Die Anfänge im Sommer 1996

Der Vorsitzende Gunars Libeks begrüßte die Gäste und nahm sie in seiner Festrede mit auf eine Zeitreise zu den Anfängen der UWG.

Die Geschichte begann im Sommer 1996. Am 10. und 22. Juli trafen sich engagierte Belmer Bürgerinnen und Bürger im ehemaligen Concordia-Clubhaus am Tennisplatz. Sie verband die Überzeugung, dass Belm eine unabhängige politische Stimme braucht – ohne parteipolitische Vorgaben, aber mit einem klaren Blick auf die Interessen der Gemeinde und ihrer Bürgerinnen und Bürger.

Am 6. August 1996 wurde schließlich die Unabhängige Wählergemeinschaft Belm gegründet. Viel Zeit blieb der jungen Gemeinschaft anschließend nicht: Schon wenige Wochen später stand die Kommunalwahl an.

Mit neun Kandidatinnen und Kandidaten trat die UWG erstmals zur Wahl an – und sorgte gleich für einen bemerkenswerten Erfolg. 15,4 Prozent der Stimmen und fünf Sitze im Gemeinderat waren das Ergebnis. Für eine neu gegründete Wählergemeinschaft war dies ein beeindruckender Start.

Ende September 1996 folgte dann der nächste wichtige Schritt: In der Gaststätte Fraumann wurde mit 21 Gründungsmitgliedern der Verein UWG Belm e.V. gegründet.

19 Ratsmandate in sechs Kommunalwahlen

Seit diesen Anfängen hat sich vieles verändert. Neue Mitglieder kamen hinzu, andere verabschiedeten sich nach vielen Jahren aus der aktiven Kommunalpolitik. Die UWG blieb jedoch ihrem Grundgedanken treu.

In inzwischen sechs Kommunalwahlen konnte die UWG insgesamt 19 Ratsmandate erringen. Hinter diesen Zahlen stehen unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit – in Ausschüssen und Ratssitzungen, bei Arbeitsgruppen, Wahlkämpfen, Veranstaltungen und vor allem bei vielen persönlichen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern.

Das Selbstverständnis der UWG lässt sich dabei bis heute so zusammenfassen:

Unabhängig. Bürgernah. Mit Herz für Belm.

18 Jahre an der Spitze

Auch Gunars Libeks blickte im Rahmen des Jubiläums auf seinen persönlichen Weg bei der UWG zurück. Die Entstehung der Wählergemeinschaft hatte er zunächst aufmerksam beobachtet. Mit Parteien konnte er zu dieser Zeit wenig anfangen und wollte zunächst sehen, wie sich die neue politische Gruppierung entwickeln würde.

Im Januar 1998 wurde er schließlich selbst Mitglied der UWG. Seit 2001 engagiert er sich im erweiterten Vorstand, bevor er 2008 den Vorsitz übernahm. Inzwischen steht er seit 18 Jahren an der Spitze der UWG und damit mehr als die Hälfte ihrer bisherigen Vereinsgeschichte.

Ein besonderer Moment des Jubiläumsnachmittags war der Rückblick von Wilhelm Rüters, einem der Gründungsmitglieder und Zeitzeugen der ersten Stunde. Mit persönlichen Erinnerungen ließ er die Anfangszeit der UWG noch einmal lebendig werden und machte deutlich, wie viel Engagement, Überzeugung und Mut hinter der Gründung vor 30 Jahren standen.

Menschen hinter der Geschichte

Bei allen Zahlen, Wahlergebnissen und Daten wurde während des Jubiläums eines besonders deutlich:

Die Geschichte der UWG ist vor allem eine Geschichte der Menschen.

Menschen, die Verantwortung übernommen haben. Menschen, die Wahlstände organisiert, Bürgergespräche geführt, Veranstaltungen vorbereitet und Sitzungen besucht haben. Menschen, die einen Teil ihrer Freizeit für die Kommunalpolitik eingesetzt und damit einen Beitrag zur Entwicklung der Gemeinde Belm geleistet haben.

Ihnen allen galt beim Jubiläum ein besonderer Dank.

Gedankt wurde den Gründungsmitgliedern ebenso wie den ehemaligen und heutigen Ratsmitgliedern, Vorstandsmitgliedern, Unterstützerinnen und Unterstützern sowie allen Menschen, die die UWG in den vergangenen drei Jahrzehnten begleitet und mitgetragen haben.

Ein persönliches Wort zum Schluss

In diesem Zusammenhang möchte ich auch meiner Familie und ganz besonders meiner Ehefrau von Herzen Danke sagen. Kommunalpolitisches Engagement bedeutet schließlich auch, dass die Familie so manches Mal auf gemeinsame Abende oder auch Vormittage verzichten musste. Wenn UWG-Arbeit anstand, war ich stets zur Stelle – und nicht selten musste dafür gemeinsame Zeit hintenangestellt werden.

Meine Familie hat diesen Weg über all die Jahre mitgetragen, Verständnis für mein Engagement gezeigt und mir den Rücken freigehalten. Dafür bin ich sehr dankbar.

Danke für eure Unterstützung, eure Geduld und vor allem für euer Verständnis. Ohne euch wäre dieses Engagement in dieser Form nicht möglich gewesen.

Gemeinsam feiern

Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt. Mit kühlen Getränken aus dem „twentyseven“, dem Vereinsheim des SV Concordia Belm-Powe von 1927 e.V., und leckerem Essen von Fritten & More aus Lotte konnten sich die Gäste stärken.

Nach dem gemeinsamen Rückblick stand vor allem das gesellige Miteinander im Mittelpunkt. Bei guten Gesprächen, vielen Erinnerungen und so mancher Anekdote wurde gemeinsam gefeiert und auf drei Jahrzehnte UWG Belm angestoßen.

30 Jahre sind auch ein Auftrag für die Zukunft

Das Jubiläum war damit nicht nur ein Blick zurück. Es war zugleich ein Blick nach vorn.

30 Jahre UWG Belm zeigen, dass unabhängiges kommunalpolitisches Engagement dauerhaft möglich ist, wenn Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich für ihre Gemeinde einzusetzen.

Die UWG Belm möchte diesen Weg auch künftig gemeinsam mit ihren Mitgliedern, Unterstützern und Bürgerinnen und Bürgern weitergehen – unabhängig, sachlich, bürgernah und mit Herz für Belm.

30 Jahre Geschichte sind deshalb nicht das Ende einer Entwicklung, sondern ein guter Anlass, gemeinsam auf das Erreichte anzustoßen und mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken.

Auf 30 Jahre UWG Belm e.V. – und auf die nächsten 30 Jahre!

Bericht: Gunars Libeks

 

 

 

UWG Belm im intensiven Austausch mit Bürgermeisterkandidat Marcus Hensing

Foto: Anabell Hömer, UWG Belm

Belm. Die UWG Belm positioniert sich im Bürgermeisterwahlkampf klar: Nach einem intensiven Austausch spricht sich die Wählergemeinschaft mehrheitlich für die Unterstützung des parteilosen und unabhängigen Kandidaten Marcus Hensing aus. Bei einer gut besuchten Mitgliederversammlung stellte sich der 51-Jährige den Fragen der UWG sowie zahlreicher Gäste.

Hensing, der seit vielen Jahren in der Belmer Verwaltung tätig ist und aktuell als allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters sowie Leiter der Finanzen arbeitet, überzeugte insbesondere durch seine Erfahrung und seine strukturierte Herangehensweise. Seit 2003 ist er beruflich in Belm tätig und kennt die Herausforderungen der Gemeinde aus nächster Nähe.

Im Mittelpunkt der Diskussion standen zentrale Zukunftsthemen wie die angespannte Haushaltslage, die Entwicklung von Wohnraum, die Belebung des Ortskerns sowie Fragen der Mobilität und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Hensing machte deutlich, dass Belm finanziell unter Druck steht und politische Spielräume begrenzt sind. Gleichzeitig setzt er auf eine konsequente Nutzung von Fördermitteln, effizientere Verwaltungsstrukturen und gezielte Investitionen in die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde.

Zugleich sprach er sich auf Nachfrage von Dirk Rust (UWG) dafür aus, auch auf Nachverdichtung im Bestand zu setzen. Bestehende Gebäude und Flächen sollen nach Möglichkeit gezielt weiterentwickelt werden, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Leerstände sollen nach Möglichkeit aktiviert und der Ortskern dadurch gestärkt werden. Die UWG sieht hierin einen wichtigen Ansatz, um Flächenverbrauch zu reduzieren und gleichzeitig die Attraktivität Belms zu erhöhen.Auch in weiteren zentralen Fragen zeigte sich eine große inhaltliche Nähe: So setzt Hensing auf den Ausbau der Radwege, Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr sowie auf die Realisierung zusätzlicher Bahnhalte in Vehrte und Belm-Mitte. In der Sozialpolitik stehen für ihn insbesondere die Stärkung der Jugendarbeit – etwa durch ein Jugendparlament – sowie die Wiederbelebung der Seniorenarbeit durch einen aktiven Seniorenbeirat im Fokus.

Ein wichtiger Diskussionspunkt, den Heinrich und Frederik Langsenkamp (UWG) ansprachen, war zudem das Verhältnis zur Landwirtschaft. Hensing kündigte an, den Dialog mit den landwirtschaftlichen Betrieben aktiv zu suchen und bestehende Spannungen abzubauen. „Es geht darum, miteinander ins Gespräch zu kommen und gegenseitiges Verständnis zu schaffen“, machte er deutlich.

Auch beim Thema Bürgerbeteiligung und politischer Zusammenarbeit setzt Hensing auf Offenheit und Dialog. Alle Fraktionen und Wählergemeinschaften sollen unabhängig von ihrer Größe gleichberechtigt eingebunden werden.

Nach der internen Beratung zog die UWG ein positives Fazit. Zwar wurde vereinzelt der Wunsch nach noch konkreteren Zielsetzungen geäußert, insgesamt überwog jedoch die Einschätzung, dass Hensing fachlich überzeugt und inhaltlich viele Positionen der UWG teilt.

„Wir sehen in Marcus Hensing einen Kandidaten, mit dem wir in zentralen Zukunftsfragen eine große inhaltliche Schnittmenge haben“, erklärt der UWG-Vorsitzende Gunars Libeks.

Diese Übereinstimmung sei eine wichtige Grundlage für eine konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle der Gemeinde und für ein starkes und l(i)ebenswertes Belm.

In der anschließenden Abstimmung sprachen sich die Mitglieder mehrheitlich für seine Unterstützung aus. Damit setzt die UWG im Bürgermeisterwahlkampf auf einen parteilosen und unabhängigen Kandidaten mit Verwaltungserfahrung und enger Verbindung zur Gemeinde Belm.

Text: Gunars Libeks, UWG Belm

 

 

UWG Belm e.V.